Vorschau


DAS WEISSE STOTTERN

/ Theaterperformance

30 August 2017 20:00 Uhr Premiere

01 / 02 / 03 September 2017 20:00 Uhr

Rachel Dolezal ist eine weiße US-Amerikanerin, die sich sechs Jahre lang als Afroamerikanerin ausgab, bis sie von ihren Eltern öffentlich enttarnt wurde. Dennoch beharrt sie: „I identify as black. Nothing about white describes who I am“. Die weißen Theatermacherinnen der Frl. Wunder AG rekonstruieren in einem partizipativen Verhandlungsraum Dolezals Fall als eine Parabel über das Weißsein. Sie untersuchen blinde Flecken und die Unsichtbarkeit von Privilegien, gehen der Sehnsucht nach gerechten Kämpfen anderer nach und stottern beim Versuch darüber zu sprechen.

Von und mit Fräulein Wunder AG Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds


LOB DES ZWEIFELS

/ Malte Schlösser

07 September 2017 - 20:00 Uhr Premiere

08 / 09 / 10 September 2017 - 20:00

Der Zweifel hat es nicht einfach: er ist unpopulär. Der Zweifel hat keinen guten Anwalt; er wird als störend empfunden - im Privaten wie im Öffentlichen. In der Politik muss von eindeutigen Zielen und klaren Lösungen die Rede sein. Was aber steckt hinter der Angst vor der Uneindeutigkeit, und wie sähe es aus, wenn dem Zweifeln und Nicht-Wissen mehr Platz eingeräumt würde? Das dramatische Szenario dieser Begriffs-Umdeutung spielt Schlösser in seiner ganz eigenen Form des Diskurstheaters durch und entwickelt Gegenbilder zum Eindeutigkeitsterrorismus.

Text / Regie Malte Schlösser Gefördert durch die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa


NÄCHSTES JAHR IN TSKALTUBO

/ Eva Löbau

Oktober 2017 Premiere

Weitere Termine folgen

...diese Flure entlang durch diese Säle, durch diese Galerien in diesem Bauwerk einer anderen Zeit…

Nächstes Jahr in Tskaltubo ist eine ausschweifende Performance mit Rauminstallation über das Sanatorium Schachtjor im georgischen Kurort Tskaltubo, dem einstigen Baden Baden des Kaukasus.

Von und mit Eva Löbau / Philipp Haupt / Khatia Jishkariani Musik Mika Motskobili Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds


GRIMMS WÖRTER

/ von Günter Grass

21 / 22 Oktober 2017 - 20:00 Uhr

Grass‘ Liebeserklärung an die Sprache, vertont von seinem Schlagzeugerfreund Günter „Baby“ Sommer und rezitiert von der Lyrikerin und Wortperformerin Nora Gomringer macht nach Danzig auch im TD Station: Mit einem Bühnenprogramm von achtzig intensiven Minuten vertreiben Sommer und Gomringer die Stille, die seit Günter Grass’ Tod eingekehrt sein mag. Zum 90. Geburtstag des Dichters erinnern sie an alles, was über dessen Endlichkeit hinausreicht. Ohne Pathos, aber mit Pauken.

Mit Nora Gomringer und Günter Baby Sommer


OTHELLO – I KNOW I’M NOT THE ONLY ONE

/ Fabian Gerhardt

08 / 10 / 11 November 2017 - 20:00 Uhr

Othello wird ebenso von seiner Umwelt zum Schwarzen gemacht, wie Desdemona und Emilia zu Frauen gemacht und damit in ihrem Verhalten festgelegt und limitiert werden. Jago macht sich die Aussendefinition seiner selbst als loyaler Biedermann zunutze, und Cassio wird sein gutes Aussehen zum Verhängnis, das ihn scheinbar selbstverständlich zum Ehebrecher prädestiniert. Die Inszenierung zeigt, wie gesellschaftliche Zuschreibungen an den Menschen haften bleiben und sie definieren. Wiederaufnahme der erfolgreichen Eigenproduktion des TD.


ITMAR /
HOLES & HILLS

/ Géraldine Chollet und Julia Perazzini

15 / 16 November 2017 20:00

Zum Auftakt eines zweiwöchigen Pakets aus aktuellen Schweizer Produktionen zeigen wir zwei beeindruckende Stücke aus dem Umfeld des international beachteten Theaters Arsenic in Lausanne: das Tanz- und Musiksolo Itmar, das mit den Klischees und Versatzstücken einer Schweizer Volkskultur neue Bedeutungszusammenhänge schafft, und das Sprechstück Holes & Hills, das aus weiblicher Sicht um Identität, Sinnlichkeit, gesellschaftliches Rollenspiel und Verwandlung kreist. Holes & Hills in frz. Sprache mit dt. Übertiteln.

In Zusammenarbeit mit Pro Helvetia und der Schweizerischen Botschaft Berlin


KING KONG THÉORIE

/ nach dem Roman von Virginie Despentes

17 November 2017- 19.30 Uhr
18 November 2017 - 20.30 Uhr
19 November 2017 - 20.00 Uhr

Ihren autobiografischen Roman schreibt die französische Autorin Virginie Despentes gegen Männlichkeitswahn und gesellschaftliche Konstruktionen von Geschlechteridentität an. Schonunglos analysiert sie Machtmechanismen, denen Frauen immer noch zum Opfer fallen. Was ist die Würde einer Frau? Was kann sie aushalten, wann muss sie zerbrechen? Und vor allem: Wer bestimmt darüber?
King Kong Théorie ist ein scharfes Plädoyer für das Unangepasstsein und wird in Berlin in der in Avignon gefeierten, radikal auf 2 Schauspielerinnen und den reinen (Original-)Text reduzierten Inszenierung von Émilie Charriot gezeigt. In frz. Sprache mit dt. Übertiteln.

In Zusammenarbeit mit Pro Helvetia und dem Institut français Berlin


URBIT & ORBIT

/ Denise Wintsch

22 / 23 November 2017 - 20:00 Uhr

URBIT & ORBIT ist ein Theaterstück über die Sinnsuche im christlichen Glauben und im Leben überhaupt. Aber auch eine anarchistische Weiterführung und befreite Interpretation einer einst abgebrochenen Reise. Eine irrsinnige Messe. Ein noch neueres Testament. Eine Heiligsprechung der eigenen Phantasmen. Eine Erlösung in den Himmel des Sinns und Unsinns. Die Schauspielerin und Erfinderin Denise Wintsch ist Spezialistin für die Fleischwerdung verlorener, verdrängter und vergessener Gefühle.

In Zusammenarbeit mit Pro Helvetia und Fabriktheater Zürich


DIREKT DEMOKRATISCH LOVE

/ von Laura de Weck

24 November 2017 - 22:00 Uhr

Kaum ein politisches Instrument der Schweiz ist so anfällig für Agitation wie die Volksabstimmung der gelobten direkten Demokratie. Die Emotionen der Stimmbürger sind die Beute, um die sich der Wettkampf dreht. Die Autorin und Aktivistin Laura de Weck macht mit dem Soundkünstler Arvild Baud eine Liebeserklärung an die direkte Demokratie. Zwischen Lesung und Konzert entsteht eine Stand-Up-Lecture, in der Statistiken zu Beats und Polit-PR zu Pop verwandelt werden.

In Koproduktion mit Basler Dokumentartage und Pro Helvetia


EIN KIND FÜR ALLE

/ von Papst, Vuilleumier & Staub

24 / 25 / 26 November 2017 - 20:00 Uhr

Dank Eizellspende, Leihmutterschaft oder Samenspende kann heute auch Vater oder Mutter werden, wer früher kinderlos bleiben musste. Homosexuelle Paare, alleinstehende Frauen oder unfruchtbare Menschen finden zu ihrem Kinderglück. Das Team um Anna Papst hat mit vielen Menschen gesprochen, die sich intensiv mit dem Prozedere des alternativen Kinderkriegens beschäftigten. Die Schauspieler Jonas Gygax und Christoph Rath lassen diese Begegnungen auf der Bühne wieder aufleben und verdichten sie zur lebendigen Reportage.

Koproduktion Theater an der Winkelwiese In Zusammenarbeit mit Pro Helvetia