Vorschau


GOG / MAGOG 3: ISRAEL

/ eine Desinformationskampagne

7 / 8 / 9 Dezember 2017 - 20:00

Stammesland. Heiliges Land. Wer hat ein Recht darauf? Wie erzählt man die Geschichte eines Territoriums, wenn schon diese Fragen als Provokation verstanden werden? Das “Heilige Land“ ist geprägt durch Geschichten, die kaum nebeneinander existieren können. Die Unmöglichkeit sich in diesem binären Konflikt neutral zu verhalten führt dazu, dass jedes Wort sich noch auf der Zunge in Propaganda verwandelt.

GOG / MAGOG 3: Israel ist der dritte von vier Abenden, der im Rahmen der zweijährigen Doppelpass-Kooperation zwischen dem Berliner Theaterdiscounter und dem Performance-Label internil entsteht.


KASPAR

/ von Peter Handke

06 / 07 Januar 2018 - 20:00

Kann man einen Menschen durch Sprechen zu einer Identität bringen? Am Anfang ist Kaspar eine Art autistisches Wesen, am Ende “in die Wirklichkeit übergeführt“. Diese Geschichte ist uns allen gemeinsam; Empfindungen und Worte passen nicht zusammen, man kann den Worten nicht trauen.

Lea Barletti und Werner Waas spielen dieses Spiel mit offenen Karten und lassen sich bei dieser Sprechfolterung zusehen, die eigentlich ein Weg ins Ungewisse ist.


MIR IST ALLES VIEL ZU LAUT
UND ALLES VIEL ZU LEISE

26 / 27 / 28 Januar 2018 - 20:00

Überforderung oder Zweifel werden als störend empfunden. Verzweiflung hat ebenfalls keinen guten Anwalt – außer Malte Schlösser. Der inszeniert seit Jahren gefeierte Bühnentexte über ein anderes mögliches Leben im 21. Jahrhundert; Texte, die sich durch Humor und eine phantastische Sprachdichte auszeichnen. In einer utopischen Vision davon, wie es aussähe, wenn Zweifeln und Ambivalenzen mehr Platz eingeräumt würde, entwickelt er Gegenbilder zum Eindeutigkeitsterrorismus. Ein Theaterabend zur Feier des Sowohl-Als-Auch.

Text/Regie Malte Schlösser Koproduktion Theaterdiscounter / NFT – Netzwerk Freier Theater


HIER

/ von Michael Frayn

08 Februar 2018 - 20:00 Premiere

Es geht darum, wie wir nachdenken. Wie wir unsere Welt gestalten. Wie wir entscheiden.
Du meinst, wie du entscheidest.
Nein, wie wir entscheiden. Wie du und ich entscheiden. Wir reden über etwas, das wir tagaus tagein vor Augen haben werden, unser ganzes Leben lang. Darüber entscheiden wir.
Ich weiß.


Regie Rudolf Krause


IRRE

/ von Rainald Goetz

16 / 17 / 18 Februar 2018 - 20:00

Der junge, idealistische Arzt Raspe wählt sich als Arbeitsplatz die geschlossene Abteilung einer Psychiatrie. Getragen wird er vom Wunsch, den Menschen zu heilen und die Psychiatrie zu einem besseren Ort zu machen. Doch schon bald beginnt er mit der Institution und ihren Regeln zu ringen... Der autobiografisch inspirierte Roman von Rainald Goetz erklingt als Kaleidoskop von Stimmen: Irre, Ärzte, Angehörige, Gegner und Fürsprecher der Psychiatrie tauchen auf und verschwinden. Mit dieser Inszenierung hat Henri Hüster den 9. Start off-Wettbewerb gewonnen.


Regie Henri Hüster in Koproduktion mit Lichthof Hamburg und Ruschstiftung


DIE WELT IM RÜCKEN

/ von Thomas Melle

Im Februar 2018 - Wiederaufnahme

f"Theater- und Romanautor Thomas Melle protokolliert in umwerfender Ehrlichkeit seine eigene manisch-depressive Erkrankung; der TD präsentiert den Roman als "… eine performative Lesung, die großartig gelungen ist.“ Der Tagesspiegel


Von und mit Scharegg / Schwalm / Unbehaun


ICH DISTANZIERE MICH VON ALLEM (UND JETZT GUT´ NACHT)

/ von Kat Kaufmann

Im März 2018

Von Schminktutorials bis zu DIYs ist für Alina alles dabei: Ja, Mama, damit kann man jetzt Geld verdienen! Und nein: ich muss jetzt nicht mehr zur Arbeit gehen … Die Autorin Kat Kaufmann (Superposition) klickt sich mit Alina durch das Leben und die Netzblase einer jungen Frau im Postfeminismus. Aus der Youtuberin wird ein Riot Girl, das anrennt gegen die faulen Versprechungen der schönen neuen Internetwelt.

Regie Marie Bues


DIE INSEL

/ von Athol Fugard

Im März 2018

Unter dem Regime der Apartheid sind zwei politische Gefangene der täglichen Willkür eines sadistischen Aufsehers ausgesetzt und versuchen dennoch, ihre Würde zu bewahren: Sie planen eine Aufführung von “Antigone“ für die Mitgefangenen, in der sie über ihre eigene Situation der Hilflosigkeit und Demütigung sprechen können.

Regie Fabian Gerhardt


hic@nunc

/ Falk Rößler & Arne Salasse

Von März bis Juni 2018 - Folge 3 bis 4

Das Rote Rathaus im Rücken widmet sich das Late-Night-Format hic@nunc mit wechselnden Gästen der UnMöglichkeit von Darstellung aktueller in Kunst und Medien: hier und jetzt! Let’s work this out! Kollaborieren statt kollabieren.