Vorschau

* Nach der TD-Sommerpause... *

DER WEIBSTEUFEL

/ von Karl Schönherr

13 / 15 / 16 September 2018 — 20 Uhr

11 / 12 / 13 Oktober 2018 — 20 Uhr

Ein hölzernes Volksstück von 1914 über die groteske Dreieckbeziehung an den Grenzen Europas erlebt seine Wiederauferstehung als Operettensause der Erniedrigten und Beleidigten. Im Mittelpunkt von Der Weibsteufel stand bei Karl Schönherr eine Frau, die von Männern für deren Absichten missbraucht und in ihren Gefühlen verletzt eine tödliche Intrige spinnt. 104 Jahre später erlebt die traurige Parabel einen radikalen Rollentausch. Aus der starken, aber abhängigen Frau wird ein Mann, aus dem schwachen, aber dominanten Mann eine Frau und aus dem Nebenbuhler eine Nebenbuhlerin.Mit dem Dreiecksmassaker aus den Alpen zeigt Mariakron wieder hoch komisches und maximal unkorrektes Theater.

Von und mit Cornelius Schwalm / Milena Dreißig / Stefan Hillebrand / Tanja Jesek / Claudia Lohmann / Verena Unbehaun / Jörg Kleemann Produktion mariakron und der TD


IRRE

/ nach Rainald Goetz

21 / 22 / 23 September 2018 — 20 Uhr

Der autobiografisch inspirierte Roman von Rainald Goetz erklingt als Kaleidoskop von Stimmen: Irre, Ärzt*innen, Angehörige, Gegner*innen und Fürsprecher*innen der Psychiatrie tauchen auf und verschwinden wieder. Szenen, Lieder und Dokumentarisches greifen energisch ineinander und bringen die Kategorien Normalität und Wahnsinn ins Schleudern.

In Zusammenarbeit mit der Choreografin Vasna Aguilar inszeniert Henri Hüster eine Mischung aus Schauspiel und Tanz, die mit Goetz fragt: “Wie wollen wir leben? Was muss ich denken, um richtig zu verstehen, was ich fühle, wenn ich sehe, was passiert?“

Das Gastspiel wird ermöglich durch die Ilse und Dr. Horst Rusch-Stiftung


EVASION

/ Privatoper Berlin #5

28 / 29 / 30 September 2018 — 16:00 / 19:00 / 20:00 / 21:30 Uhr

Privatoper Berlin bringt selten gespielte Opern an Orte, an denen selten Opern gespielt werden: an den TD kommt Privatoper #5, in der eine junge Frau vom Strudel der sich wandelnden Welt erfasst wird. Ihre Sehnsucht nach einer heilen Welt überwältigt sie. Auf dem Rückzug in ihre Traumsphäre erlebt sie Grenzenlosigkeit und Glück. Doch die fragile Utopie ist durch sie selbst gefährdet. Wie tief ins Innere kann man flüchten? Wie viel Abgrenzung zur Realität hält man überhaupt aus? Mit Debussy / Albéric Magnard...


STOLZ UND VORURTEIL

/ Thermoboy FK frei nach Jane Austen

18 / 19 / 20 Oktober 2018 — 20 Uhr

Ein herrschaftlicher Ball, England, 19. Jahrhundert. Die Männer-Performancegruppe Thermoboy FK schaut erstmals durch klassische Theaterfiguren auf die Themen Patriarchat, Leistungsgesellschaft und das Theater als Selbstinszenierung und Selbsterfindung. Sie schreibt die Sittengemälde Jane Austens aus dem 19. Jahrhundert über die Suche nach dem selbstbestimmten Leben in einer aristokratischen Ständegesellschaft neu und ins Jetzt fort.

LYDIA:Herr Leftenant, warum kommen Sie nicht rüber und haben ein wenig Spaß mit uns?

WICKHAM:Eine menage à trois? Nein, danke! Wenn ich zwei Leute auf einmal enttäuschen will, diniere ich lieber mit meinen Eltern.


MIR IST ALLES VIEL ZU LAUT

UND ALLES VIEL ZU LEISE

/ von Malte Schlösser

Wiederaufnahme 31 Oktober 2018 — 20 Uhr
1 / 2 / 3 November 2018 — 20 Uhr

In einer utopischen Vision davon, wie es aussähe, wenn Zweifeln und Ambivalenzen mehr Platz eingeräumt würde, entwickelt MIR IST ALLES VIEL ZU LAUT UND ALLES VIEL ZU LEISE Gegenbilder zum Eindeutigkeitsterrorismus. Dafür bekämpft Judith Rosmair, die nie im Raum ankommt, den Sprachverlust und beschwört das Apfelmus, Lars Rudolph verheddert sich in seinen Projektionen und drei Zwölfjährige fordern Konfliktfähigkeit ein, während ein Musiker einen Wald voll Licht bespielt. Eine Feier des Sowohl-Als-Auch!