Beide Messies: DENKEN ÜBER IHRE ZUKUNFT NACH

Dez
2012

/ dreiteilige Liederabendserie in beinahe privater Atmosphäre

06. Dezember: Heute
07. Dezember: Morgen
08. Dezember: Übermorgen

Bo Dog Wiget und Andi All. Müller erheben den Anspruch, mit Wort-, Musik- und Bewegungswitz das heillose Ordnungsdurcheinander der Welt aufzuräumen. Ihr wucherndes Gesamtkunstwerk besteht aus einer kaum mehr überschaubaren Sammlung von Liedern, Tänzen, Videos und Gegenständen für Schwache, sehr Schwache, Tiere und andere Gäste, kurz: einem Wechselbad der Gefühle und Gedanken, Erwartungen und Enttäuschungen. Und und.

In der Adventszeit stehen sie zur Verfügung, um Kommendes und Angekündigte zu besingen. Denn es kommt eine Zeit des Honigorakels, in der Honig in die verstopfte Zeit des Feierns gepumpt wird. Es kommt eine Zeit, in der andere Krippen nach neuen Protokollen umtanzt werden. Es kommt eine Zeit, frische Kaffeesätze aus den Anden zu lesen, für die Alten von morgen. Und es ist an der Zeit, mit Musik und Tänzen Abwesende zu beschwören und Anwesende in ihr Anwesen wieder hinein zu versetzen. Das düstere Dunkel des horror vacui, der No Future-Sorge und des unstillbaren Erdnüsschenhungers weichen durch Beide Messies dem Licht des Trosts in steter Unordnung.

Dazu bringen Beide Messies alles mit: Bienenwachskerzen, den immerwährenden Imkerkalender, Buttermürbeteig, beide Krawatten, Cello und Bogen, beide Ukulelen, beide Nasenflöten, beide Fundsachen, Bienenstock und Stab, Bienenfell und Jacke, Bravo-Musikposter, bestechende Minimonologe und Titel wie beispielsweise „Innendrinnen isses hell“, „Diskohunger“, „Mut und Vernunft” oder “Alt + Nichts geleistet”, “Kalakogathie”, “Die Familie ist die kleinste Zelle”, “Personenkult” und “Lieber Schrott”.


Von und mit Andreas A. Müller / Bo Wiget

Beide Messies: 2007 entstand das Berliner Duo des Tänzers und Songwriters Andreas A. Müller und des Cellisten und Komponisten Bo Wiget In verschiedenen Produktionen arbeiten sie seit 2003 zusammen, u.a. mit Meg Stuart/Damaged Goods, mit happysystem und Rosalind Crisp. Das Verschmelzen und Überschneiden verschiedener Kunstformen ist den beiden in Fleisch und Blut übergegangen. Beide Messies Performances sind zwischen Konzert, Tanz, Kabarett und Art-Happening einzuordnen, wo auch Improvisation improvisiert und so der Showkatze in den Schwanz des Zuverlässigen gebissen wird. Mit „obsessivem, imperativem Entertainment“ haben sich Beide Messies über die Berliner Tanz- und Performance-Szene hinaus eine große Fangemeinde erspielt.

www.beidemessies.de