PODIUM ZUR KULTURREVOLUTION

/ statt Zukunft der Arbeit die Kunst an die Macht

Okt.
2019

/ statt Zukunft der Arbeit die Kunst an die Macht

Vier namhafte Aktivist*innen und Wissenschaftler*innen bringen die aktuellsten Standpunkte zur Zukunft der Arbeit, partizipativen Kunst, Netzpolitik und Soziologie in eine streitbare Diskussion.

Die Fragen an die Fachleute betreffen die erwartbare radikale Veränderung und Prekarisierung von Arbeit, aber auch die Potenziale der Robotik für die Befreiung des Menschen von Effizienzlogik und für ein wachsendes Bewusstsein des globalen Zusammenlebens.


Dr. Florian Butollo ist Mitarbeiter am Wissenschaftszentrum Berlin und leitet die Forschungsgruppe Arbeiten in hochautomatisierten digital-hybriden Prozessen am Weizenbaum-Institut für die vernetzte Gesellschaft. Zugleich ist er Sachverständiger im Rahmen der Enquete-Kommission Künstliche Intelligenz des deutschen Bundestages. Er ist Herausgeber des Bandes Marx und die Roboter (2019) und Autor der mehrfach ausgezeichneten Studie The End of Cheap Labour. Industrial Transformation and Social Upgrading in China. Die Schwerpunkte seiner Arbeit liegen in der empirischen Erforschung aktueller Veränderungen in der Arbeitswelt und der Restrukturierung globaler Wertschöpfung.

Valeria Fahrenkrog (geboren in Asunción, Paraguay) ist bildende Künstlerin und Publizistin in Berlin. Sie studierte bildende Kunst an der Universidad Católica de Chile und Medienkunst mit Schwerpunkt Fotografie in Köln. 2014 machte sie ihren Masterabschluss Art in Context an der UdK. Hauptthema ihrer Arbeit ist der Dialog zwischen urbanen Räumen und künstlerischer Sprache. 2016 gründete sie zusammen mit Mitstreiter*innen die Berliner Hefte zu Geschichte und Gegenwart der Stadt. 2018 gewann sie mit Fragmentos de Memoria einen internationalen Künstlerwettbewerb in Chile. Sie war an der zweiteiligen Ausstellung 40 Jahre Kunst im Kontext der UdK und nGbK beteiligt.

Nina Galla ist Referentin für die Enquete-Kommission Künstliche Intelligenz für die Linksfraktion im Bundestag. Sie hat als PR-Beraterin internationale Unternehmen aus dem IT-Sektor, aber auch netz- und medienpolitische Organisationen beraten. 2010 begann sie, sich ehrenamtlich netzpolitisch zu engagieren. Zuerst bei den Grünen, später bei der Piratenpartei und heute bei der LINKEN liegen ihre Interessen bei Bürgerrechten im digitalen Raum, dem Urheberecht, digitaler Bildung, Künstliche Intelligenz und der Kommunikation netzpolitischer Themen in der Gesellschaft. Zuvor war sie im Bereich digitale Bildung für Erwachsene und Lehrkräfte tätig und hat für den Verein Deutschland sicher im Netz e.V. und für den Cornelsen Verlag Lernplattformen aufgebaut und Curriculae zu digitalen Themen entwickelt.

Prof. Dr. Werner Rammert (TU Berlin) ist Innovationsforscher, Experte für Künstliche Intelligenz und Pionier der Technik-Soziologie. Er forscht zur gesellschaftlichen Bedingtheit technischer Entwicklung, zur Zukunft der Arbeit und zu soziotechnischen Konstellationen, in denen das Handeln auf Menschen, Maschinen und Programme verteilt ist. Er ist Begründer des Graduiertenkollegs Innovationsgesellschaft heute und berät wissenschaftliche Akademien, politische Akteure und Wirtschaftsunternehmen zu Fragen des Medienwandels, zu Innovationsnetzwerken und Mensch-Technik-Schnittstellen. Die Spannweite seiner Themen reicht von der Nutzung des Computers im Alltag bis hin zu Expertensystemen und Softwareagenten.

Gesprächsleitung Georg Scharegg (Leitung THEATERDISCOUNTER / Regisseur KULTURREVOLUTION)

Eintritt frei / Voranmeldung möglich

Wir danken dem Weizenbaum-Institut und dem Forschungsteam Internationaler Arbeitsmarkt (FIA)

(als zwei von zahllosen Instituten, die sich in Berlin mit der Zukunft der Arbeit beschäftigen) für die engagierte Unterstützung und das Anwerfen ihrer Kanäle.