Platons Politeia

Sep
2009

in der Reihe Moralische Erzählungen

Im Vorfeld der Bundestagswahl konfrontieren wir Martin Suters bissige Kolumnen mit Texten, in denen 2500 Jahre früher eine ähnliche Demaskierung behaupteter Tugenden stattfand.

Direkt im Anschluss an die „fertig“ inszenierte Business Class-Produktion folgt – als Installation und offene Theaterprobe – ein Frage- und Antwort-Parcours durch Platons ausführlichste Gesellschaftsentwurf, die Politeia.

Wie ist der ideale Staat zu denken; wer ist der wirklich gute Politiker, wie verhält es sich mit seiner Gewinnsucht, Ehrlichkeit, Gerechtigkeit und Umsicht? In der Nähe des Bundestags-Wahltermins lohnt es sich, diesen Fragestellungen in der Form uralter Gedankenketten zu folgen, die statt auf eine gültige Wahrheit eher auf den Prozess des richtigen Fragens führen.

In einer Installation ähnlich Platons Höhlengleichnis lassen sich die (immer wieder neu einwechselnden) Schauspieler über eine Schriftprojektion hinter den Zuschauern durch die Schlüsselstellen des platonischen Staates leiten, dessen Dialoge sie aus dem Moment heraus mit ihrem Leben und Wortlaut füllen.