MONOLOGFESTIVAL 2019

ALARMSTUFE ROT

14.-24. November 2019


SAVE THE DATE!

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Als ich vor einem Jahr mein Amt antrat, erbat ich ein Jahr des Friedens. Leider ging die Welt grundlegend in die umgekehrte Richtung. Am Neujahrstag 2018 rufe ich nicht dazu auf. Ich warne: ALARMSTUFE ROT für unsere Welt.

UN-Generalsekretär António Guterres

Jetzt bloß keine Panik! Oder vielleicht besser doch? Gefahr droht. Genauer gesagt viele Gefahren. Man sollte meinen, spätestens jetzt wären wir auf der Hut. Hätten wir besser einen guten Plan oder unsere Pfeile gespitzt, die Schäflein im Trockenen, den Kopf im Sand? Manche sind auf der Flucht, andere zappen durch Netflix. Die Lebensrealität in Europa erlaubt es, sich im Alltag von alarmierenden Zuständen und Entwicklungen in anderen Regionen der Welt nicht bedroht zu fühlen. Zu Guterres Alarmierungsrede gab es daher: einige Zeitungsmeldungen. Ansonsten: Nichts! Keine aufleuchtenden Signallampen. Keine UN Sondersitzung der Regierenden aller Länder. Die meisten Menschen in Europa nahmen nicht einmal Kenntnis von der Meldung. Sie hat mit ihrem Alltag wenig zu tun.

Wir widmen der Ausrufung der ALARMSTUFE ROT für die Erde das Monologfestival 2019, als einen Zeitraum nicht des Warnens, sondern des Gewahrwerdens. Lässt sich eine ALARMSTUFE ROT spüren und spürbar machen? Um welches zu schützende Gut geht es überhaupt? Aber auch: Wie ist das Leben, das unberührt von dieser Warnung gelebt wird? Wie äußert sich das Ringen zwischen den Polen Ignoranz und Relevanz, zwischen Hedonismus und Idealismus, zwischen Fanatismus und Depression?

10 Premieren und ein umfangreiches Rahmenprogramm schaffen eine Reflexionszone divergenter Einzelstimmen im Angesicht der Alarmierung. Die Monologe, die für das Festivals neu entstehen werden, könnten der Welt eine Abschiedsfeier gestalten oder Hiobsbotschaften mit Hoffnung und Handlungsperspektiven infizieren. Mit unerwarteten Reflektionen auf das Vorhersehbare oder mit banalen Darstellungen des Gewöhnlichen unter den Vorzeichen des Unvorstellbaren können sie Stimmung machen oder Stimmungen aufgreifen. Sie können Stellung beziehen oder Positionierung verweigern. Im Rahmen des Festivals schlagen sie unerwartete Brücken vom Ich zum Wir.


Konzeption& Kuration Janette Mickan / Michael Müller Raumkonzept Silke Bauer Presse Björn & Björn Produktionsleitung Imma Scarpato Grafik Christin Striegler / Christiane Patic Technische Leitung Anne Hübschmann / Stephan Mäusel Produktion & Festivalteam Theaterdiscounter Gefördert durch Hauptstadtkulturfonds