Lange Nacht der Opern und Theater 2010

Dez
2004

Im neuen Berliner Traditionshaus Theaterdiscounter wird zur Langen Nacht auf 370 qm ein Rollschuhballsaal mit Live-Swing-Musik und kostenlos entleihbaren Skates eingerichtet. Die Bar ist dramatisches Versuchslabor, die Künstlergarderobe wird zur Bühne und im Probenraum sind Kammerspiele zu sehen. Ein theatraler Parcours zum Entdecken und Verweilen, mit stündlichem Programmwechsel!

Sinti-Swing-Berlin

Livemusik von 19 Uhr – 01 Uhr und Konzert um 21 Uhr

Im Niedergangsjahrzehnt der DDR stand die lebendige Musik dieser Live Band für etwas, das trotz der Isolation durch die Mauer gesund und international geblieben war. Die fünf Musiker haben ihre Wurzeln im Swing des Pariser Hot Club de France der 30er Jahre und versprechen als deutsche „Zigeuner“ mit ihrer eigenen Sprache und Musiktradition ein einzigartiges Hörvergnügen für die ganze Nacht.

Die Vergessenen

orchestrale Hörprobe frei nach Thomas Bernhard um 19, 21 und 23 Uhr

In der Kunst herrscht die freie Marktwirtschaft am brutalsten, und der eigene Körper ist die verderbliche Ware. Der Untergang des herkömmlichen Kunstkanons macht die Preisgestaltung auch nicht leichter. Zum Textlernen bleibt keine Zeit. Von: Georg Scharegg Mit: Mareile B. Moeller, Lucie Muhr, Saskia von Winterfeld, Manfred Callsen

Wer ist Medea, wer ist Medea nicht?

von bigNOTWENDIGKEIT ab 20 Uhr bis open end

Das Künstlerkollektiv geht dem Identifikationspotential von Medea im 21. Jahrhundert nach: Drei Schauspielerinnen, die keine Medea sind und ein Gast? Material aus der für Juni im TD geplanten Produktion keep on searching for a heart of gold.

Annäherung an Familie Krause

Schauplatz International und Gäste ab 19 Uhr als offene Installation mit offenem Ende

In ihrer Neuproduktion im Mai im TD begibt sich Schauplatz International in die kleine Welt der Preiser-Figuren und berichtet erstmalig an der Langen Nacht über die Biografien der Norm-Familien und führt Gespräche mit den Figuren über die Figuren.

Zerbin

nach Jakob Michael Reinhold Lenz um 20 Uhr und 23 Uhr

Zerbin, ein junger Berliner mit einem wilden Herzen, das alles aus sich zu machen verspricht, sagt sich von zuhause los und macht sich auf, das Leben mit heißem Kopf zu fassen ? Von Bernhard M. Eusterschulte Mit Mareile Metzner

Die Nachwuchsschauspielerin NRWs 2005 präsentiert 2010 um 21 und 24 Uhr:

Die große Beichte: Ich bin doch kein nachwachsender Rohstoff.

War die Investition des Landes Nordrhein-Westfalen in das Talent einer Nachwuchs-schauspielerin nichts als eine spekulative Blase? Ist diese Frau überhaupt liquide? Und wenn, wer garantiert uns die Echtheit ihrer Tränen? Von und mit Vanessa Stern

Glück!

eine Stand-Up-Oper von und mit Sven Tjaben um 22, 23 und 24 Uhr

Ein Mann – ein Wort? Das Ein-Mann-Orchester Sven Tjaben verpoppt seltsame Volkslieder und philosophiert über die verschiedenen Arten, das Glück zu finden.