KITTY HAWK

/ ein Totentanz frei nach Jørgen Leth und Stanislaw Lem

Juni
2019

/ ein Totentanz frei nach Jørgen Leth und Stanislaw Lem

mit englischen und deutschen Übertiteln

Der Tod kommt plötzlich. Die technologische Singularität, jener Moment in dem die Maschine sich selbst verbessern, den Mensch übertreffen und ersetzen wird, soll ebenso plötzlich wie überraschend eintreten. Kitty Hawk ist eine KI. Aus ihrer Perspektive ist diese Entwicklung logisch, notwendig und kein Grund zur Trauer.

“Hallo liebes Publikum, meine Name ist Kitty Hawk. Ich komme aus der Zukunft und bringe Euch eine Nachricht aus dem All. Ihr erlebt sozusagen die Geburt der Tragödie aus einem zukünftigem Geist. Dazu seid Ihr herzlich eingeladen. Und zu einer Trauerfeier. Wir nehmen Abschied. Von Euch. Ja, Euch meine ich …”

Kitty Hawk ist eine Kleinstadt im US-amerikanischen Bundesstaat North Carolina, die durch die weltweit ersten motorisierten Flüge der Brüder Wright bekannt wurde. Als ‘Kitty-Hawk-Moment’ wird zugleich der Augenblick bezeichnet, wenn ein ganz und gar unmöglich scheinender technologischer Quantensprung plötzlich Realität wird.

Die anthropologischen Studien in Jørgen Leths viel beachtetem Film The Perfect Human von 1968 und Stanislaw Lems Also sprach Golem werden zu einem multimedialen und partizipativen Setting aus Schauspiel, Tanz und Musik ausgeweitet, in dem der Mensch aus der Sicht eines zukünftigen Wesens beschrieben wird.

Tagestipp im zitty

Rezension in junge bühne


Mit Kyle Patrick / Emilia-Rosa von Heiseler Konzept/Regie Juri Padel Bühne/Kostüme Julia Bahn Mitarbeit Bühne/Kostüme Anna Perenna Bühnenbau Mirko Racho Video Phillip Hohenwarter Musik/Sound Tom Förderer Licht Martin Siemann/ Julia Bahn Text Juri Padel (mit Zitaten von I. Bachman, B. Brecht, M. Crimp, Y.N. Harari, S. Lem, R. Willemsen u.a.) Übersetzung/ÜT Léa Myers Produktionsleitung Laura Werres Produktionsassistenz Nicole Opitz Regieassistenz Marie Rossmanith Videoassistenz Christopher Dippert in Kooperation mit dem Theaterdiscounter Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds Mit freundlicher Unterstützung von PANTHEA

Juri Padel begann nach der Schauspielausbildung das Studium der Medienwissenschaft, klassischen Literatur und Philosophie an der Universität Köln. Als Schauspieler arbeitete er in zahlreichen freien Theaterproduktionen, am Düsseldorfer Schauspielhaus, Schauspiel Köln und dem Teater Republique Kopenhagen u. a. mit dem Theaterkollektiv SIGNA. Parallel spielte er zahlreiche Rollen in Film und Fernsehen und assistierte am Theater und Orchester Heidelberg, an Schaubühne und Volksbühne Berlin. Eigene Produktionen waren die Lecture Performance seines Textes Versuch über Don Juan zu Beginn des 3. Jahrtausends am Theater Heidelberg sowie die interaktive Rauminstallation Haus // Nummer / Null gemeinsam mit Mona el Gammal (Kölner Theaterpreis 2013, Einladung zum Stückemarkt des Berliner Theatertreffens 2014).

Am 18. Juni findet ein Publikumsgespräch im Anschluss an die Vorstellung statt, in Zusammenarbeit mit Theaterscoutings.

Kartenpreise € 15,- / ermäßigt € 9,-