Hundstage

Jan
2010

nach Motiven des gleichnamigen Films von Sydney Lumet

In dem Oscar-preisgekrönten Film HUNDSTAGE von Sidney Lumet -- der auf einer wahren Begebenheit beruht - begeht Sunny (Al Pacino) aus Verzweiflung zusammen mit seinem Freund Sal einen Banküberfall.

Eigentlich soll alles ganz schnell gehen. Aber nichts klappt wie geplant. Für neun Geiseln und die Bankräuber selbst beginnen nun zwölf zermürbende Stunden voller extremer Belastung und existenzieller Angst, die erst in einem dramatischen Show-down enden. Was vordergründig wie ein eher konventioneller Gangsterplot daherkommt, ist eine sehr feine psychologische Studie über zwei verzweifelte Menschen und ihre Motive, die mit aller ihnen zur Verfügung stehender Kraft versuchen, ihr Glück zu erzwingen und daran scheitern.

vierhuff theaterproduktionen finden im Film HUNDSTAGE -obwohl 1975 gedreht- eine hervorragende Vorlage, um die aktuelle Situation zu reflektieren. In einer Zeit, die durch Banken- und Finanzmarktkrise geprägt ist, bekommt diese Story über einen Bankraub neue Vorzeichen, zumal wenn es auf der Bank, die überfallen werden soll, überhaupt kein Geld gibt.

vierhuff theaterproduktionen untersuchen die individuellen Folgen der gesamtgesellschaftlichen Krise für den einzelnen Menschen. Dabei fokussieren sie ganz auf die beiden Hauptfiguren. Im Wechsel zwischen Erzähltheater und Spielhandlung rekonstruieren sie die Ereignisse des Überfalls. Die Geiseln? – sind das Publikum.

Kein Wunder, dass einem dieser Abend nahe geht. Es ist eines dieser seltenen Ereignisse, bei denen das Theater stolz zeigen kann was es vermag – und noch über sich hinauswächst.

Hildesheimer Allgemeine Zeitung


Mit Stephan Möller-Titel / Christopher Weiß Text / Regie Gero Vierhuff Ausstattung Marcel Weinand

Eine Kooperation mit dem Theater für Niedersachsen (TfN) und dem Lichthof-Theater Hamburg. Gefördert vom Land Niedersachsen, der Nieder-sächsischen Lottostiftung und der Rusch Stiftung.