GESCHLOSSENE GESELLSCHAFT

/ Jean-Paul Sartre

Feb
2017

/ Jean-Paul Sartre

In welchen Abhängigkeiten wir uns befinden, ist uns nicht klar. Wir wählen gerne den einfachen, bekannten Weg. Auch wenn es nicht der richtige ist. Brauchen wir das gewohnte Leid, um zu wissen, worüber wir uns beklagen? Alle reden und wer will wirklich was? Wer springt wirklich nach links, wenn er links ruft?


In ihrer so präzisen wie sehenswerten Eigenarbeit nähern sich drei junge Absolventen der UdK dem existenzialismusträchtigen Text von Jean-Paul Sartre und fokussieren dabei auf die reine Spielsituation. In jeder Sekunde wird deutlich, dass die Spieler mit ihren Figuren ständig vor der Frage stehen: Will ich nicht oder kann ich nicht?


Die Zuschauer lernen Estelle Rigault, Jaques Corrès und Joseph Garcin kennen, lieben und hassen und werden Zeugen ihres hochtourigen Zögerns und Scheiterns. Alle drei haben ordentlich Dreck am Stecken. Während Estelle nicht einsehen will, wo und warum sie hier gelandet ist und Jaques ständig davon ausgeht, alles schon längst begriffen zu haben und dabei nicht die Finger von Estelle lassen kann, kämpft Joseph verzweifelt um seinen Ruf. Der Spruch „Feige wie Garcin“ darf um keinen Preis in dieser Welt Geschichte machen.


Ob Estelle, Jaques, Joseph oder sonst irgendwer im Raum an diesem Abend einen wirklichen Schritt nach vorne machen wird?


Spiel/Konzept Valentin Erb / Luca Füchtenkordt / Thea Rasche Mitentwicklung Adrienne von Mangoldt Raum Ruby Heimpel Dramaturgische Begleitung Benedikt von Bernsdorff Musik Lenny Mockridge Entstanden als Eigenarbeit im Rahmen des Schauspielstudiums an der UdK

Valentin Erb wurde 1989 in Mimmenhausen geboren. Nachdem er Vieles an vielen Orten angefangen und abgebrochen hat, entschließt er sich Schauspieler zu werden. Nach der UdK wird er ab 2017 festes Ensemblemitglied am Staatstheater Braunschweig. Luca Füchtenkordt stammt aus Weinheim, Baden-Württemberg, studierte Soziale Arbeit in Darmstadt und fand dort seine ersten Theaterberührungspunkte. Über den Umweg nach Köln fand er 2013 seinen Weg an die UdK Berlin. Thea Rasche wurde in Bad Salzungen, Thüringen, geboren und studierte bis 2016 an der UdK. Ein erstes Engagement führte sie als Rachel in „Wassa Schelesnowa“ ans Schauspielhaus Hamburg.


Kartenpreise € 13,- / ermäßigt € 8,-