ES FÄLLT MIR IMMER SO SCHWER, ORTE ZU VERLASSEN, AN DENEN ICH NOCH NIE WAR

/ Malte Schlösser

20. Nov.
Fr, 20:00
21. Nov.
Sa, 20:00
22. Nov.
So, 16:00
22. Nov.
So, 19:00
03. Dez.
Do, 20:00
04. Dez.
Fr, 20:00
05. Dez.
Sa, 20:00
06. Dez.
So, 18:00
Fr., 20. Nov. 20:00 / Sa., 21. Nov. 20:00 / So., 22. Nov. 16:00 / So., 22. Nov. 19:00 / Do., 03. Dez. 20:00 / Fr., 04. Dez. 20:00 / Sa., 05. Dez. 20:00 / So., 06. Dez. 18:00

/ Malte Schlösser

"Komm klar!" ist der Befehl, den wir versuchen mit unserem Leben zu füllen. Wer klarkommt, ist attraktiv – klar. Aber wieso feiern wir es nicht genau anders herum? Wer nicht klarkommt lebt doch die berechtigte Erschöpfung in einer Gesellschaft, in der wir gegen uns selbst und gegeneinander kämpfen – indem wir permanent zeigen, wie attraktiv und kreativ wir klarkommen.

Der neue Theaterabend von Malte Schlösser und Team fragt, wie geht Nicht-Klarkommen als Verweigerung? Wie lässt es sich üben? Welche Selfies müssten wir produzieren, um unsere Beschädigungen, Traumata und Krisen zu zeigen und zu feiern? Wie können wir dem Nicht-Klarkommen als Verweigerung Hochstatus verleihen? Die Comiczeichnerin Liv Strömquist sagt: “Indem wir fühlen“.

Wie kann eine neue demokratische Bewegung erwachsen, wenn bisherige Machtstrukturen hinterfragt werden? Die Wunde zeigen, emotionale Herrschaft markieren und mit konsequenter Selbstermächtigung Macht und Wirkung von Privilegien und Ausgrenzungen benennen – das wäre eine mögliche Quelle von Verbundenheit. Das wäre Selbstdekonstruktion als Selbsthingabe. Und das muss man ja auch erstmal können.

Die Traumata verlassen können, indem wir hingehen und uns ihnen zuwenden. Daraus erwüchse ein ästhetischer Einbruch, ein Eingriff, ein Ort: Ein Theater, zu dem wir hingehen, um es endlich verlassen zu können.

“Wann wird das Sprechen über Gefühle ein politischer Akt? Wenn es Teil einer Praxis der Bewusstseinsbildung ist, durch die die unpersönlichen und intersubjektiven Strukturen sichtbar gemacht werden, welche in der Regel von der Ideologie vernebelt sind.“ Mark Fisher



Mit Patricia Carolin Mai / Franziska Marie Gramss / Manuel Garelli / Isabelle Laura Pana / Polly Schwalm-Unbehaun / Clementine Wippermann-Cohen Regie/Text Malte Schlösser Raum/Licht/Kostüme Thomas Giger Musik Christoph Mäcki Hamann Video Roman Hagenbrock Dramaturgie Anna K. Becker Regieassistenz Lena Noske Bühnenbild-/Kostümassistenz Kallia Kefala Produktionsleitung Eva-Karen Tittmann Technische Produktionsleitung Chris Wohlrab Bühnenbildassistenz Kallia Kefala Theaterpädagogik Lena Döbel Fotos Katja Feldmeier Koproduktion Theaterdiscounter Gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa und Hauptstadtkulturfonds Berlin

Kartenpreise € 15,- / ermäßigt € 9,-

Tickets bitte im VVK bei RESERVIX erwerben!