das amortisiert sich nicht

/ 10 Jahre kookbooks. Geburtstagsfest

Mai
2013

/ 10 Jahre kookbooks – Labor für Poesie als Lebensform. Das Geburtstagsfest

Lesungen, Konzerte, Performances, Bildkunst, Tanz, Büffet

Wie wir es bis hierher geschafft haben, ist uns selbst nicht ganz klar: 10 Jahre kookbooks. Das muss gefeiert werden! Mit Lesungen, Konzerten, Performances und Bildkunst, mit Tanz und Büffet.

Wie alles anfing: Für die taz ist es 2003 die “spektakulärste”, für das Börsenblatt für den deutschen Buchhandel die “erfrischendste” Verlagsgründung der letzten Jahre. Denis Scheck bescheinigt in ARD-Druckfrisch “nicht nur gute, sondern auch schöne Bücher in so liebevoll zeitgemäßer Ästhetik, dass man sie jederzeit auch einfach als Kunstobjekte verschenken kann”. Eine begeisterte NZZ formuliert: “Die Utopie eines jungen, innovativen Literaturverlags, die Daniela Seel jetzt realisiert hat, hielten die präpotenten Experten für völlig blauäuig. Nun zeigt uns eine dreissigjährige Verlegerin, dass literarische Leidenschaft eben doch Berge versetzen kann.” Die Berliner Morgenpost sieht “eine Kampfansage an das literarische Fertiggericht”. Und die Qvest ruft die Dichter-Verlegerin in einem legendär gewordenen, wenngleich zweifelhaften Vergleich gar zur “Ché Guevara der deutschen Verlagswirtschaft” aus.

Und heute? 55 Bücher ? und etliche Auszeichnungen für Autor_innen, Verlag und nicht zuletzt für Art Director Andreas Töpfer ? nach Gründung schreibt die Literaturwerkstatt Berlin auf ihrer Website: “Die wichtigsten Lyrikverlage in Deutschland, womit fängt man an? In diesem Fall ist die Antwort leicht, denn was täten wir ohne kookbooks? Seit genau 10 Jahren ist dieser Verlag eine poetische Fundgrube ohne Vergleich und die Liste der Autoren, die hier ihre Heimat und Zuflucht gefunden haben, liest sich wie ein Lexikoneintrag ‚Deutsche Lyrik des 21. Jh.?, verfasst im Jahre 2050. Jede Lyrikbibliothek ohne kookbooks ist eine traurige Sache.”

Doch die Bedingungen für unabhängiges Publizieren und Poesie als Lebensform sind keineswegs leichter geworden, seit kookbooks im Mai 2003 aus dem Künstler_innennetzwerk KOOK heraus gegründet wurde. Immer am Rand des Prekären oder darüber hinaus verstehen wir kookbooks 2013 mehr denn je als notwendiges Institut zur Dichter_innenselbstverteidigung. Was unter anderem meint, dass die Beteiligten zwar entschieden dafür leben, aber kaum davon, denn – DAS AMORTISIERT SICH NICHT.
Wir sind gespannt, wohin uns das noch bringen wird, und laden herzlich ein, ungedeckt mit uns zu feiern!


Ticketpreise Regulär 10 Euro / Ermäßigt 7 Euro

Mit Jan Böttcher / Daniel Falb / Alexander Gumz / Martina Hefter / Johannes Jansen / Tristan Marquardt / Pierangelo Maset / Steffen Popp / Karla Reimert / Monika Rinck / Annika Scheffel / Friederike Scheffler / Sabine Scho / Tom Schulz / Daniela Seel / Andreas Töpfer / Mathias Traxler / Linus Westheuser / Ron Winkler / Uljana Wolf und Special Guests.
www.kookbooks.de