DAMENWAHL

/ Theaterhaus Jena und hashtagmonike

Apr.
2020

/ Theaterhaus Jena und hashtagmonike

Die Veranstaltung kann an den geplanten Terminen leider nicht
stattfinden und wird für einen späteren Zeitpunkt neu terminiert.
Gekaufte Karten werden von Reservix storniert. Abonnieren Sie
bitte unseren Newsletter, um die neuen Termine nicht zu verpassen..."

"Die Pille danach ist kein Smartie", sagt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Aber keine Sorge, Jens: Wenn hashtagmonike naschen wollen, dann finden sie schon etwas Besseres, etwas, das mehr knallt. Ach ja, lieber Jens: Denkst du eigentlich, wir sind dumm, oder sind wir bloß Frauen? hashtagmonike treten – angetrieben von immenser Wut und nicht gestorbener Hoffnung – den Bestimmern über ihre Körper entgegen. Sie machen das Theater zur politischen Arena, um das Recht zum selbstbestimmten Schwangerschaftsabbruch erneut zu erstreiten.

Der Stern-Titel "Wir haben abgetrieben!" sorgte in den 70ern in der BRD für eine hitzige Debatte zum rechtlichen Rahmen des Schwangerschaftsabbruchs. In der DDR hingegen wurde damals eine liberale Fristenregelung verabschiedet. Und 2020? Die Schöpferinnen von DAMENWAHL rollen das Feld neu auf und ziehen mit allen Registern des modernen Dokumentartheaters Bilanz und selbst mitten in die Debatte ein.

"Es gibt nichts Mächtigeres als eine Sache, deren Zeit gekommen ist. Und die Sache ist gut." Das Zitat stammt von Kristina Hänel, verurteilt nach §219a, der in Deutschland auch im Jahr 2020 Werbung für und jegliche öffentliche Information über den Eingriff unter Strafe stellt. Sie steht an der Front des Kampfes zur Abschaffung des besagten Paragraphen, der reguliert, was seit Jahrtausenden praktiziert, in Deutschland aber weiter umstritten ist. Dieser Theaterabend ist demnach "Eine Pflichtberatung zum Thema Schwangerschaftsabbruch – garantiert ohne Werbung."


Von und mit hashtagmonike alias Henrike Commichau / Mona Vojacek Koper Stimmen Pina Bergemann / Shenja Lacher Ausstattung Maarten van Otterdijk Dramaturgie Anna Staab Video Katharina Mänz Produktion Theaterhaus Jena

Unter dem Label hashtag monike arbeiten Henrike Commichau und Mona Vojacek Koper bereits seit ihrer gemeinsamen Zeit an der der Otto-Falckenberg-Schule in München an der Schnittstelle von Politaktivismus, Medienkultur und Dokumentartheater. Im Theaterhaus Jena entwickeln als Fortführung dieser Idee auch weitere Mitglieder des Ensembles eigene Arbeiten und machen das Theater zur politischen Arena und einem Ort gesellschaftlicher Debatten.

Kartenpreise € 15,- / ermäßigt € 9,-