B-Side

/ die Lust der Nicht-Entscheider

Okt
2015

/ die Lust der Nicht-Entscheider

Noch immer gilt die Stadt als Anziehungspunkt für viele, während für andere der Lack längst ab ist. In B-Side erzählt einer seine Berlin-Story. Die Geschichte eines Überlebens-Biotops. Regisseur Frank Abt und Schauspieler Jörg Kleemann suchen nach Facetten typischer Berliner Biographien – und nach der Schnittstelle zwischen privatem Scheitern und Subversion.

Die Faszination für Berlin hat bislang überlebt und wächst weiter: Aber was macht die Stadt nach wie vor zum Magnet für viele kreative Aussteiger und Sinnsucher aus allen Ländern? Lange ließ sich hier fernab von allzu harten wirtschaftlichen Zwängen leben. In einem niedrigschwelligen mikroökonomischen System, das für viele die Zeit der Entscheidungsfindung ins beinah Unendliche verlängerte. Auch wenn sich diese Rahmenbedingungen gerade rasant ändern, die Stadt hat noch immer die Kraft einer Parallelwelt: Selbstbefragung und Zweifel sind wertvolle Reize und nicht existenzbedrohende Karrierekiller wie andernorts.

In keiner anderen Großstadt der Welt kann man seine Jugend länger ausdehnen als in Berlin. Nach wie vor scheint es, als könne man sich hier Mechanismen einer sich über Wohlstand und Konsum definierenden Gesellschaft noch entziehen. Doch wo liegt die Grenze zwischen aktiver Verweigerung und persönlicher Überforderung?


Mit Jörg Kleemann Regie Frank Abt Dramaturgie Nina Rühmeier

Jörg Kleemann studierte Schauspiel an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover, war für Gastengagements u.a. am Thalia Theater Hamburg, auf Kampnagel Hamburg und an den Sophiensaelen Berlin. Er arbeitete mit Andreas Kriegenburg, Mark Zurmühle, Armin Petras, Stephan Kimmig, Jorinde Dröse und immer wieder mit Frank Abt.

Frank Abt studierte Theaterwissenschaft in Berlin und Paris, assistierte u.a. am Burgtheater Wien und an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz. Am Thalia Theater Hamburg entstanden unter seiner Regie die Samurai von Dea Loher, Vom Wasser – vom Weltkrieg von John von Düffel, Sterne über Mansfeld von Fritz Kater und Ein Fuchs reißt Kaninchen von Juliane Kann. Am DT Berlin inszenierte er zuletzt Immer noch Sturm von Peter Handke und am Schauspiel Stuttgart Unterm Rad von Hermann Hesse. Der TD zeigte - ebenfalls als Zusammenarbeit mit dem Schauspieler Jörg Kleemann – zuvor bereits die Produktion Wir sind nicht das Ende.

Kartenpreise € 13,- / ermäßigt € 8,-