LIEBES PUBLIKUM,

soviel Umordnung, soviel Liebe...

...ab diesem Donnerstag erwarten uns beim MONOLOGFESTIVAL 25 Aufführungen, davon 12 neue Solos, die sich zwischen klassischem Monolog und Lecture, Poetik und Soundscape, Seminar und Spontanphilosophie entfalten. Mit Antworten auf die Frage: WAS GILT? Eröffnung 20 OKT, 18 Uhr - mit Apéro! (19:30 Uhr erste Show) Tickets... / Festivalblog... / Fotos...

Programm ab 20 OKT Dragana Bulut * internil * PeterLicht * Rike Scheffler * Malte Schlösser * MS Schrittmacher * Guy Marsan * Vanessa Stern * Stephan Stock + cobratheater.cobra * Guillaume Paoli und ab 26 OKT stoßen dazu Oliver Zahn * Costa Compagnie * Felix Lüke *  Monster Truck *  She She Pop * Gintersdorfer/Klaßen ! Mehr...

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Sehen und mal wieder staunen, auch über den WOW! komplett umgestalteten Innenraum des

THEATERDISCOUNTER

 

MONOLOGFESTIVAL 2016

AUS LIEBE ZUR WELT: Die Umordnung der Dinge

20 – 30 OKTOBER 
Tickets (1/2/3-Tagestickets)... Mehr... Fotos... Spielplan... PDF... Blog...

 

 

 

 

Festivalblock I: 20 – 23 OKTOBER

always late: Daisy D'Or & The Monologists / Musik+Diskursküche

 

 

THE ART OF HAPPINESS®

Dragana Bulut

Jede*r kann sein Glück finden und sein Leben ändern. Das ist die unaufhaltsame Mission von Lebenstrainerin Dragana Bulut. Die ehemalige Choreografin und Tänzerin praktiziert das lebensverändernde Potenzial einer neuen Kunstform:
„Life is meant to be fun… not just at weekends! What would your life be like if you lived it to the full? Take a moment to imagine it! - - - You are not sure where to turn and what to do next? Within the little time we have together in this festival I can provide you with programs to help you clarify what it is that you want, and give you the tools to achieve those desires. Trust me you have the power within yourselves to realize all your potentials. You are the only one who can make you happy. I will help you to live your best life and practice The Art of Happiness®!”  (auf English)

Life Coach Dragana Bulut Personal Trainer Zeina Hanna Dramaturgie Coach Ana Vujanovi? Koproduktion Theaterdiscounter - Monologfestival 2016 / Theater Rampe Stuttgart Dank an FD13 residency for the arts in Saint Paul, Minnesota

Premiere    20 OKT, 19.30 Uhr + 30 OKT, 18 Uhr Tickets... Mehr... Facebook...

AGGROPROLYPSE

internil

Sommer 2016, Selfie als junger Kreativer. Mohamed schießt ein Foto in #Nizza. Mohamed performt in sein Smartphone in #Würzburg. Mohamed produziert ein Video in #Ansbach. David schreibt in #München ein Manifest. Der Sommer war groß, Herr, alle sind tot.

Die Politperformer*innen von internil löschen in diesem Monolog ihr Gegenüber aus. Wie wird man man selbst? Wie wirksam? Das Selfie-Selbst als Prophezeiung, die sich ad hoc einlöst: Gebet, Botschaft, Porno, Testament. Vor der Webcam versteht ein Ich alles von sich selbst: Selfie als junges Mädchen vorm Computer, wichsend. Selfie in der Kirche, vor der Geflüchtetenunterkunft, Selfie als Kulturgut. Köpfe in der Hand haltend, lächelnd: Selfie mit Gott, mit Axt, mit Maus. Selfie in den Ruinen der Demokratie.

Performance Marina Miller Dessau Steuerung Arne Vogelgesang Sound Design Christopher Böhm Video Lenny Triefenschal Produktion Marian Holzstedt / internil Koproduktion Theaterdiscounter - Monologfestival 2016

Premiere    20 OKT, 21 Uhr + 21 OKT, 22 Uhr Tickets... Mehr... Facebook...

LOB DER REALITÄT

PeterLicht

Ein Abgesang auf die Welt und ihre // unsere Krise. Hauptsächlich bekannt für seine Lieder, aber auch immer wieder im Auftrag der Bühnen dichtend: PeterLicht. Einer seiner letzten Theatertexte Das Sausen der Welt wurde mit der Metamorphose in Buchform zum Lob der Realität. Vor allem wenn er selbst liest, geht es auch immer um die Suche nach einer sehr speziellen Musikalität im Monologischen: dem Sound der Welt und seinem Widerhall als lyrische Litanei, als Mantra, als Weltgesang. Die Texte werden zu einem Song, der jeden Radiorahmen sprengt und dessen Klang sich zu mehr verbindet als Worte sagen können.

„Noch niemand war gegangen. Wir waren komplett. // Und wir waren nicht allein. // Damals.
Es waren alle da. // Und wir liefen von einer Seite zur anderen // und es gab in der Betrachtung des Vorganges nur die eine Seite, // dass es nämlich gut war, wie es war.
Ohne Kalkül // es war ein großes volles Leben“

Von und mit PeterLicht

20 OKT, 22 Uhr Tickets... Mehr... Facebook...

VERSTREUT DIE IDENTITÄTEN

Rike Scheffler

Ständig beobachten und bewerten wir. Uns selbst und andere. Schaffen Identität, indem wir versuchen zu identifizieren. Was unser tägliches Leben als Bedürfnis nach Ordnung prägt, holt Lyrikerin und Performerin Rike Scheffler als Sprach- und Klangraum auf die Bühne: Anhand autobiografischer Erfahrungen und Kritischer Theorie hinterfragt sie unsere Gewohnheit zu unterscheiden, zu diskriminieren, unsere Sprache des „Gesund“ und „Krank“, des „Gleich“ und „Anders Seins“. Von Foucault stiehlt sie sich den „Operationstisch“, einerseits Tableau für analytisches Denken, andererseits Gegenstand von Definitions- und Machtausübung. Vor den Augen und mit Hilfe des Publikums zeigt Scheffler, wie als fest erlebte gesellschaftliche Bedingungen im wahrsten Sinne des Wortes „instrumentalisiert“ und genutzt werden können, für Widerstand, Selbsterfindung und ein freieres Miteinander. Durch die Intervention tönt eine offene Einladung, eine neue Struktur.

Von und mit Rike Scheffler Video Clara Jo Sound Support Simon Bauer Foto Valerie Schmidt Koproduktion Theaterdiscounter – Monologfestival 2016

Premiere    21 OKT, 19.30 Uhr + 29 OKT, 18.30 Uhr Tickets... Mehr... Facebook...

BITTE BLEIB KONKRET. WIE DAS GEHT, WEIß ICH AUCH NICHT SO GENAU. (Gerechtigkeit ist asozial.)

Malte Schlösser

Kommt eine des Weges und redet sich um Kopf und Kragen. Nur fair denkt sie, wenn man bedenkt, was alles unausgesprochen gilt. Ihr Zweifel gilt ihrem Wertesystem, sich selbst und der Frage, ob sie noch anschlussfähig ist. Am lebenden Beispiel durchkreuzt Malte Schlösser einige Widersprüche im Konzept von Gerechtigkeit. Dieser alte Mythos Gerechtigkeit, der überhaupt erst den ungerechten Blick erschafft – und Abgründe und Rache und Neid: „Gerechtigkeit ist was für Mathematiker. Dieser Blick ist asozial. Ich rufe nach Unordnung, nach dem, was du brauchst.“ Ein Monolog, der die eindeutigen Oberflächen unterwandert. Der das Gegenüber mit neuen Begriffen berührt und das logische Denken mit Gefühlen infiziert.

Spiel Marie Gramss Text / Regie Malte Schlösser Dramaturgie Anna K. Becker Regie- und Produktionsassistenz Silvia Witte Koproduktion Theaterdiscounter – Monologfestival 2016

Premiere    21 OKT, 21 Uhr + 27 OKT, 22 Uhr Tickets... Mehr... Facebook...

UNmenschenrecht

MS Schrittmacher

Im vergangenen Jahr wurden in 122 Ländern Menschen gefoltert oder anderweitig misshandelt obwohl die UN Menschenrechtscharta fast weltweit anerkannt ist. Zum 70-jährigen Jubiläum der Vereinten Nationen stellte Amnesty International die unerbittliche Frage: Ist unser System internationaler Rechtsvorschriften und Institutionen in der Lage, den dringend erforderlichen Schutz der Menschenrechte zu gewährleisten? MS Schrittmacher konfrontiert in einer performativ tänzerischen Soloperformance das Ideal der Menschenrechte mit der Realität. Aus den live eingesprochenen Menschenrechtsartikeln wird ein Soundtrack generiert, der wechselseitig mit Bewegungen eines Tänzers Inhalte zu Geräuschen transformiert. In Textfragmentierungen und Loops verfangen sich neue Bedeutungen und bilden sich andere Ordnungen, die dazu auffordern, das humanistische Ideal des Menschenrechts mit Leben zu füllen.

Performance Jorge Morro Regie / Choreografie Martin Stiefermann Dramaturgie Hartmut Schrewe Musik Albrecht Ziepert Produktionsleitung Helena Tsiflidis Produktion MS Schrittmacher Koproduktion Theaterdiscounter - Monologfestival 2016

Premiere    22 OKT, 19.30 Uhr + 26 OKT, 19.30 Uhr Tickets... Mehr... Facebook...

AMBIGUÏTÉ

Guy Marsan

In vielen Religionen gehört der Körper als Tempel einzig Gott - my body is his temple. Ihn möglichst „rein“ zu halten ist das Ziel der Gläubigen. Die Lust des Körpers ist falsch - die Lust des Körpers auf gleichgeschlechtliche Partner verboten. Körper unter der Diktatur der Religion.

Ambiguïté ist eine autobiografisch inspirierte Erzählung und choreografische Performance über den Mut, den es braucht, man selbst zu sein. Gegen die Scham, gegen das bekannte Wertesystem. Sein eigener Maßstab werden, die eigenen Regeln schreiben. Guy Marsan verhandelt vor dem Hintergrund seiner eigenen streng religiösen Erziehung das Verhältnis von Körper und Religiosität, von Scham und Schuld als Folgen religiöser Restriktionen. Wie gewinnt man seinen eigenen Körper zurück?

Idee/Text/Performance Guy Marsan Regie/Dramaturgie Kirsten Bremehr Musik Anna Weiße Dank an Anne Pretzsch / Ricarda Köneke / Annika (Schnitzel) Schlüter / Lib Spry / Laura Astwood Gefördert durch Fleetstreet Theater Residenz / Rudolf Augstein Stiftung / Hamburger Kulturstiftung

22 OKT, 21 Uhr Tickets... Mehr... Facebook...

DER AUFHALTSAME AUFTRITT DER VANESSA STERN

Vanessa Stern

Eine Frau geht ihren Weg. Da kommt ihr ein Auftritt entgegen. Wird er aufzuhalten sein? Kann sie sich ihm widersetzen, oder liegt ihre Freiheit unvermutet in ihm, dem Auftritt, dem wirkungsmächtigsten unter den Tritten? Ein erotischer Kampf zwischen Kulturen, zwischen Polis und Intimität, ein mitreißendes Kammerspiel, aktueller als jeder Live-Ticker. Das sticht, das tut weh, das ist gerade raus und doch subtil, poetisch und zart wie das Flattern eines einarmigen Kolibris. „Der aufhaltsame Auftritt“ entstand im Exil auf Samos, Blick auf das türkische Festland, dunkelblaues Meer, kein Schlauchboot weit und breit, sowie in Sterns Geburtsort Heiligenkreuz am Waasen, Österreich, wenige Wochen vor der zweiten Stichwahl zum rechten Bundespräsidenten. Im Gepäck hatte Stern 17 Bücher, eins zu Bürokratie und eins zu Babygebärdensprache und 15 Pixie-Bücher.

Von und mit Vanessa Stern Ausstattung Jelka Plate / Eike Böttcher Dramaturgie Dietmar Schmidt Koproduktion Theaterdiscounter – Monologfestival 2016

Premiere    22 OKT, 22 Uhr + 28 OKT, 21 Uhr Tickets... Mehr... Facebook...

Stephan Stock spielt ULYSSES

cobratheater.cobra

„Heute ist kein Tag wie jeder andere, heute ist ein besonderer Tag,
der Tag an dem ich einen besonderen Tag aufführen werde.“

Ulysses von James Joyce gilt als ein wegweisend moderner Roman – ein exzessiver Text, der alles aufruft, was an einem Tag in der Stadt denk- und hörbar wäre. Der Schauspieler Stephan Stock will das jetzt auch. Exklusiv erzählt er seinen ganzen Tag, von morgens bis zum Theaterabend, mit all seinen vergessenen Möglichkeiten. Stock ist Erzählender und Erlebender, er erzählt sich selbst. Was ihm begegnet. Das eigene wilde Erinnern, Sprechen und Selbstbeobachten. Er erlebt den Tag, er rekonstruiert den Tag, er zerbaut den Tag, er nimmt ihn auf.

Performance/Text Stephan Stock Sound/Text Bernhard Frederik la Dous Dramaturgie/Text Wanja van Suntum Bühne/Licht Thomas Giger Produktionsleitung Miriam Walther Kohn Produktion Stephan Stock Koproduktion Gessnerallee Zürich in Cobration mit cobratheater.cobra. Gefördert durch Kultur Stadt Zürich / Ernst Göhner Stiftung

Gastspiel    23 OKT, 18 Uhr Tickets... Mehr... Facebook...

AUS AKTUELLEM ANLASS

Guillaume Paoli

„Es geht [im Theater] nicht darum, noch mal die Welt zu erklären und die passenden Antworten zu geben. Im Ideensupermarkt gibt es viele Abteilungen von religiösen über marxistischen bis zu neoliberalen Welterklärungen. Man hat die Wahl. Es gibt eine Menge Antworten und zu wenige Fragen! Theater ist Fragenschutzgebiet, das heißt – und das ist sehr zeitgemäß –, Dinge, die als ausgemacht gelten, infrage zu stellen.“
Gegenwartsphilosoph Guillaume Paoli ist in unserer Diskursküche zu Gast, um begleitet von Musikerin Friederike Bernhardt das tagespolitische Geschehen spontan mit seinen Thesen monologisch zu verstricken.

Von und mit Guillaume Paoli Musik Friederike Bernhardt

Vortrag in der Diskursküche    23 OKT, 19.30 Uhr Tickets... Mehr... Facebook...
 

 

...Festivalblock II: mehr Monologe

im THEATERDISCOUNTER

Kuration Janette Mickan / Michael Müller Musik Daisy D’Or & The Monologists Dauerperformance Marie S. Zwinzscher Bühne Silke Bauer Presse björn & björn Technische Leitung Anne Hübschmann Grafik Christiane Patic / Christin Striegler Produktionsleitung Cilgia Gadola Produktion Theaterdiscounter Kooperation mit LICHTHOF Theater Hamburg / Theater Rampe Stuttgart Gefördert durch Hauptstadtkulturfonds Berlin Medienpartner taz.die tageszeitung / Theater heute

26 - 30 OKT Tickets... Mehr... Facebook...

 

/ Vorschau November

DIE KUNST ZU STERBEN

theatrale subversion

Berlin-Premiere   03 / 04 / 05 NOVEMBER 2016, 20 Uhr Mehr...

TODESFÄLLE

Versuch über den letzten Akt

Premiere   10 / 11 / 12 NOVEMBER 2016, 20 Uhr Mehr...

HEIMATFRONT
– Das Desaster lässt grüßen

Eine Tanz-Performance der MS Schrittmacher

Premiere   19 / 20 / 22 / 23 NOVEMBER 2016, 20 Uhr Mehr...
TD/ Theaterdiscounter
Klosterstraße 44 / 10179 Berlin
+49 30 28 09 30 62


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