Wir gestalten: Stadt!

Die Alte Münze am Molkenmarkt - zur Zukunft eines zentral gelegenen Kulturstandortes

23. Aug
Mi, 12:00
Mi., 23. Aug 12:00

Die Alte Münze am Molkenmarkt - zur Zukunft eines zentral gelegenen Kulturstandortes

Öffentliches Fachgespräch im Theaterdiscounter mit

  • Dr. Klaus Lederer, Senator für Kultur und Europa
  • Katrin Lompscher, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen
  • Iris Spranger, Sprecherin für Bauen, Wohnen, Mieten der SPD Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus
  • Regina Kittler, Kulturpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Berliner Abgeordnetenhaus
  • Daniel Wesener, Kulturpolitischer Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus


Moderation

  • Wibke Behrens, Sprecherin Kulturpolitische Gesellschaft Berlin + Brandenburg / Sprecherin Koalition der Freien Szene
  • Christophe Knoch, Sprecher Koalition der Freien Szene Berlin


Hintergrund

Der Standort Alte Münze bietet 15.000 Quadratmeter für die Kunst – mitten in Berlin am Alexanderplatz. Das Areal, das an der Spitze der neu entstehenden Kulturachse über das Stadtentwicklungsgebiet Molkenmarkt bis hin zum Haus der Statistik liegt, wird im Rahmen einer neuen Liegenschaftspolitik für eine Kulturelle Nutzung neu diskutiert. Wie diese öffentliche Liegenschaft zukünftig genutzt werden soll, darüber wird seit Monaten kontrovers, aber selbst für Involvierte unübersichtlich debattiert. Das Fachgespräch unter dem Motto: „Wir gestalten: Stadt!“ zwischen Politik, Verwaltung und engagierter Zivilgesellschaft soll Transparenz in diese Debatte bringen:


• Was für ein Verfahren würde diesem Ort entsprechen?
• Warum gibt es allein fünf beauftragte Machbarkeitsstudien zu potentieller Nutzung und Sanierungsbedarf der Liegenschaft? Wo sind diese einsehbar?
• Wo wird der Prozess um die zukünftige Nutzung koordiniert? Wer trifft Entscheidungen? Welche Senatsverwaltung ist wie involviert, welche Rolle spielt die BIM?
• Und wie können durch offene und transparente Vergabe und Nutzung die gegebenen Chancen für eine bürgerorientierte Stadtgestaltung jenseits von Partikularinteressen und ökonomischen Sachzwängen genutzt werden?


Vor dem Fachgespräch findet um 10:30 Uhr eine Führung zur Geschichte der Alte Münze mit Kulturwissenschaftler Eberhard Elfert statt. Treffpunkt für die Führung ist am Molkenmarkt 2, 10179 Berlin.


Die AG Alte Münze der Koalition der Freien Szene Berlins hat sich zur Aufgabe gemacht, Transparenz zu schaffen und einen aktuellen und für alle zugänglichen Informationsstand herzustellen. Wir gehen gemeinsam der Absicht nach, konkrete und langfristige Pläne zum Erhalt von innerstädtischen Kultur-Arealen, von Raum für Produktion und Präsentation, zu verabreden und exemplarisch aus dieser Chance für Berlin - politisch erwachsend und sinnstiftend für die Zukunft der Kultur in dieser Stadt Orte zu sichern.

Das Fachgespräch am 23. August 2017 „Die Alte Münze am Molkenmarkt“ ist bereits die zweite Veranstaltung unter dem Motto: „Wir gestalten: Stadt!“ Am 17.06.2017 fand die Auftaktveranstaltung „Alte Münze – Kulturelle Zukunft im Zentrum Berlins“ statt, auf der sich eine Allianz für die Alte Münze gebildet hat. Diese Allianz vereint Akteure der Koalition der freien Szene und Vertreter der Zivilgesellschaft, deren gemeinsames Anliegen ist, sich für einen transparenten Prozess um die Entwicklung der Alten Münze als innerstädtischen kulturellen Ort einzusetzen. Volker Hassemer von der Stiftung Zukunft Berlin schlug in diesem Rahmen für ein zukünftiges Vergabe-Verfahren einen kollegialen Entscheidungsprozess zwischen Politik und Bürgern vor, der sich nicht nach Partikularinteressen richtet, sondern danach „was gut für die Stadt ist“. Sabine Bangert, Vorsitzende des Ausschusses für Kulturelle Angelegenheiten des Abgeordnetenhauses von Berlin sprach sich auf der gleichen Veranstaltung dafür aus, den Vergabeprozess um die Alte Münze in den Haushaltsberatungen des Landes Berlin für den Doppelhaushalt 2018/2019 zu berücksichtigen, da ein solches Verfahren nicht allein durch zivilgesellschaftliches Engagement bestritten werden könne.